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My Pole Story - Katja Arns

My Pole Story - Katja Arns

Ich tanze seit meinem 19. Lebensjahr. Angefangen habe ich mit modernem Tanzen nach Choreographien.

Es hat mir einen riesen Spaß gemacht und so besuchte ich fünf Jahre lang diesen Tanzkurs. Doch dann wurden dort plötzlich solch hohe Anforderungen gesetzt, dass ich nicht mehr mithalten konnte und den Spaß daran verlor. Zur gleichen Zeit habe ich auch mit Standardtänzen angefangen. Ich wechselte in einen Hip Hop-Kurs, aber das machten meine Knie nicht mit und ich musste aufhören. Danach versuchte ich es mit Zumba und Latin Fit. Die beiden Kurse waren super und so blieb ich dort zwei Jahre lang. Irgendwann kam der Latin Fit-Kurs nicht mehr zustande und ich suchte etwas Besonderes, etwas was mit Tanzen zu tun hat, etwas was aber nicht jeder macht.

In einer Zeit, in der ich lange krank war und nur das Bett hüten musste, schaute ich oft Fernsehen und sah einen Bericht über die Tanzschule VI-Dance in Essen. Pole Dance habe ich im Fernsehen schon immer bewundert. Außerdem wünschte sich mein Freund, dass ich das auch mal versuche. Vor diesem Fernsehbericht habe ich beim Thema Pole Dance immer nur an Erotik gedacht und war mir bis dahin sicher: So etwas mache ich doch nicht. Nach dem Bericht dachte ich anders.

Im Bericht wurde gesagt, dass es egal sei, wie alt oder wie groß man ist und ob man Frau oder Mann sei, und dass es egal ist, ob man schlank oder mollig ist – jeder kann Pole Dance machen. Das hat mich überzeugt und ich meldete mich für eine Schnupperstunde an. Ich bin nicht superschlank. Ich habe aufgrund einer vererbten Fettverteilungsstörung (Lipödem) etwas mehr Kilos drauf. Nach der Anmeldung für die Schnupperstunde war ich sehr aufgeregt. Mein Freund wusste zu diesem Zeitpunkt noch nichts davon. Nach der Schnupperstunde war ich so begeistert, dass ich mich sofort für einen Kurs anmeldete. Abends erzählte ich es ihm auch endlich und er war super stolz auf mich.

Das ist mittlerweile drei Jahre her und ich bin stolz, dass ich immer noch so begeistert vom Pole Dance Training bin. Mittlerweile klappen die Figuren auch besser. Nach einem Jahr Training habe ich festgestellt, dass nur Pole Dance bei mir nichts bewirkt. Ich habe mich noch für Zumba, Pump und Stretching angemeldet. Denn von nichts kommt nichts. Und damit klappt das Ganze auch etwas besser. Ich bin immer noch im Anfängerkurs, aber ich mache mir da keinen Druck. Wenn ich irgendwann einmal reif für die Mittelstufe bin, finde ich es toll. Da ich vor meinen 18. Lebensjahr nie Sport gemacht habe, bin ich mit meiner jetzigen Leistung zufrieden. Ich habe noch nie einen Kopfstand gemacht und mit nun 30 Jahren hab ich es dann mal versucht und auch geschafft. Es gibt Sachen, die ich als Kind gemacht habe, wie eine Rolle vorwärts und rückwärts, und nun lerne ich das wieder im Pole Dance.

Als ich meinen Freunden erzählte, dass ich Pole Dance mache, waren viele schockiert und sagten: „Wie? Du machst Poledance?“ Sie dachten dabei natürlich an Pole Dance in einer Table Dance Bar. Ich musste meine Freunde erstmal überzeugen, dass es mehr als nur Tanzen ist. Nun denken sie anders.

Drei Monate nach meiner ersten Pole Dance Stunde bekam ich von meinem Freund eine eigene Stange zum Geburtstag geschenkt. Sie dekoriert nun unser Wohnzimmer und manchmal übe ich auch dran. Aber meistens steht sie zur Deko da, weil das Üben im Kurs mehr Spaß macht.

Von Katja Arns

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